Pontoniere Schmerikon

 

 
 

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29.08.2016

Ein Saisonabschluss mit Tücken

Pontoniersport Schmerikon/Bern. Am vergangenen Samstag brachen die Schmerkner Seebueben frühmorgens mit dem Zug in die Bundeshauptstadt zur Teilnahme am letzten Wettfahren auf. Für die Jungpontoniere fand am darauffolgenden Tag ebenfalls die Schweizermeisterschaft in Bern statt.
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Seit 2004 fand in Bern, einem der ältesten Pontonierfahrvereine (gegründet 1876) der Schweiz, kein Wettfahren mehr statt. Daher liessen es sich einige Wettkämpfer  nicht nehmen, auch zum Saisonabschluss noch einmal Leistung zu zeigen. Am Aareufer beim Pontonierdepot angekommen, zog die imposante Aussicht auf das weit oben thronende Bundeshaus, zuerst mal alle Blicke auf sich. Bis der Parcours, Übungsteil für Übungsteil wie üblich begutachtet wurde und sich die einzelnen Fahrerpaare über die beste Wettkampftaktik berieten.

Instruiert durch einen Wettkampfverantwortlichen der gastgebenden Sektion wurde die Übung erläutert und darauf hingewiesen, dass der Parcours ursprünglich für 160 Kubikmeter Abflussmenge ausgelegt sei, aber in kurzer Zeit der Parcours teilweise umgestellt werden musste, da derzeit 230 Kubikmeter zu verzeichnen seien. Pünktlich zur Startzeit um 11 Uhr setzte auch der Regen ein. Nach erfolgter namentlicher Anmeldung des Fahrerpaars durch den Steuermann, liess der Kampfrichter die Wettkämpfer passieren und mit dem Touchieren des Plastiklappens an einem vorgehängten Schiff (”Abfahrt bei einer Stange”) konnte die Überfahrt zur “Landung auf bestimmtes Ziel” erfolgen. Teilweise überrascht vom schnellen Flusslauf in der Mitte der Aare gelang der Einstieg in den Wettkampfparcours ziemlich zügig.

Hernach folgte eine lange und fordernde Stachelfahrt flussaufwärts bis erneut die Übungsphase “Abfahrt bei einer Stange” auf dem Programm stand. Die ursprünglich konzipierte Version sah eine Durchfahrt, eine Einfahrt (Passieren des Übungsteils mit dem Heck) und eng darauffolgende Durchfahrt vor. Aufgrund des hohen Wasserstandes musste die Einfahrt (in die Brückenlinie) an den Anfang der Kaskade gestellt werden. Der schnellen Fliessgeschwindigkeit nicht genug, waren die Einfahrt und die letzte Durchfahrt schräg zum Fluss stehend montiert und zudem in einer Kurve eng versetzt zueinander positioniert. Mit ordentlichem Gegensteuer konnte das Abdriften des Schiffes in der Kurve und somit auch drohende Punkteabzüge wegen Berühren der Hilfsmarkierungen (Stangen) bei den Durchfahrten verhindert werden. Der Schlussteil des Wettkampfparcours wurde wie üblich mit einer Landung auf bestimmtes Ziel abgeschlossen.

Dem einen oder anderen Wettkämpfer dürfte die Talfahrt durch den Stangenwald (Durchfahrt, Einfahrt, Durchfahrt) bedingt durch das Hochwasser zu rasant gegangen sein.

Aus den Reihen der Jungpontoniere konnte kein Fahrerpaar eine Kranzauszeichnung entgegennehmen. Am besten mit 161.7 von 170 Punkten konnten sich Simon Schubiger und Hans Müller auf dem Platz 25 behaupten.

In der Kategorie D (Veteranen ab 43. Altersjahr) mit 167.1 Punkten durften Steuermann Clemens Müller sen. und sein langjähriger Fahrerpartner Urs Wespe eine Kranzauszeichnung auf Rang 10 in Empfang nehmen. Ramon Wespe und Benjamin Wespe wurde für den 19. Rang mit 167.8 Punkten der Kat. C (ab 21 Jahren) die begehrte Kranzauszeichnung verliehen. Um 0.1 resp. 0.2 Punkte (von insgesamt 170 Punkten) verpassten die Gebrüder Christoph und Daniel Koller sowie Michael Wespe und Michael Helbling den letzten Kranz äusserst knapp, welcher bei 166.2 Punkten limitiert wurde (25 % Kranzquote).

Die Saison 2016 wird mit den Jungpontonierprüfungen Ende September und dem Auswassern am 1. Oktober abgeschlossen

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